Tiegenhof
war von 1919 bis 1939 die Kreisstadt des Kreises Großes Werder im Freistaat Danzig. Von 1871 bis 1918 und von 1939 bis 1945 gehörte die Stadt zum Deutschen Reich. Seit 1945 gehört die Stadt Tiegenhof zu Polen und heißt nun Nowy Dwor Gdanski (Neuer Hof bei Danzig).

Kurz vor Ende des 2.Weltkrieges flohen viele Einwohner vor der anrückenden russischen Armee nach Westen in das immer kleiner werdende Deutsche Reich. Am 11.03.1945 marschierte das Heer der 2. weißrussischen Front in die bereits schwer zerstörte Stadt ein. In den folgenden Monaten mussten bis Februar 1947 auch die zurückgebliebenen deutschen Einwohner für immer ihre Heimat verlassen. Nur wenige nahmen die polnische Staatsangehörigkeit an und konnten blieben.

Die meisten der Geflohenen und Vertriebenen und deren Nachkommen leben heute verstreut in Deutschland. Aber auch in Nord- und Südamerika leben einige der ehemaligen Tiegenhöfer und Werderaner.


Auf dem Bild rechts oben sehen Sie ein für das Werder typisches Vorlaubenhaus, erbaut im Jahr 1843. Es sollte 2008 in Hirschfeld abgebrochen werden, wurde aber von einem Liebhaber gerettet und steht nun wieder aufgebaut in Tiegenhagen. Links sehen Sie das alte Wappen der Stadt Tiegenhof mit den drei Türmen und das Wappen des Großen Werders mit einem Bauern.